Archiv für April, 2009

Von guten Mächten…

Veröffentlicht in 1 mit Tags am 30 April, 2009 von julinez

Mein heutiger Post richtet sich an alle, die grade in Prüfungszeiten stecken. Seien es ganz praktische Prüfung an der Schule, Uni oder im Beruf – oder mehr im übertragenen Sinne „Prüfungszeiten des Lebens“.

Bei mir steht heute eine Diplomprüfung an und der Adrenalinspiegel ist dementsprechend. Eine sms einer Kommilitonin vorhin hat mich da besonders gefreut: „…viele Leute und Mächte, die dich mögen sind mit dir und denken an dich…“.

Wie gut zu wissen, dass Gott mit mir ist! Dass mein Wert und meine Identität von IHM und nicht von den Ergebnissen einer Prüfung abhängen – egal ob es eine Diplom- oder sonstige Art von Prüfung ist. Gott ist auf meiner Seite, no matter what.

Dieses relaxende Wissen wünsch ich allen, die grade in ihren eigenen Prüfungszeiten stecken: nicht nur gute Mächte sind mit uns – sogar Gott persönlich! Gibt es etwas Beseres?!

„Von guten Mächten wunderbar geborgen 

erwarten wir getrost, was kommen mag. 

Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, 

und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

(Dietrich Bonhoeffer)

 

Wochenmix

Veröffentlicht in 1 mit Tags am 24 April, 2009 von julinez

Diese Woche war und ist ein wahres Sammelsurium von unterschiedlichsten Aufgaben und Begegnungen: Datenauswertung unseres Vortests für die Diplomarbeit – die Spannung steigt; dann ab ins Ruhrgebiet zur Redaktionssitzung bei „teensmag“ mit tollen Leuten aus der Teen- und Jugendarbeit; und morgen zum krönenden Wochenabschluss die Hochzeit von guten Freunden! Ein cooler Mix an Leuten, Aufgaben, Unterwegssein, unterschiedlichstem Gesprächstoff – und vor allem dem Gefühl von Dankbarkeit. Denn: alles, was ich bin und habe, bin und habe ich durch den, der mich gemacht hat: Gott.

Danke für das Leben, Gott!

7 Dinge, die ich vom Joggen gelernt habe

Veröffentlicht in 1 am 20 April, 2009 von julinez

Als ich vor etwa 2 Jahren mit dem Joggen anfing, sah das folgendermaßen aus:

Ich war  für ein Auslandssemester in Dänemark und wohnte in einer 12er-WG auf einem großen  Wohnheimcampus außerhalb von Aarhus, Dänemarks zweitgrößter Stadt. Hinter dem Wohnheim lagen ein paar Felder mit Teichen, Bäumen und kleinen Naturpfaden – die optimale Umgebung zum Joggen. Das Problem war nur Eins: Meine Kondition war unter Null und das dänische Wetter im Februar lud nicht gerade ein, sich draußen auszutoben. Trotzdem hatte ich das Bedürfnis nach Sport und somit stand mein Entschluss fest: ich würde mit dem Joggen anfangen!

Mein Plan war zunächst ganz easy mit einem Intervall-Training anzufangen: 1 Minute Gehen, 1 Minute Laufen. Das Ganze würde ich dann alle paar Tage um weitere Minuten verlängern. Gesagt, getan. Hochmotiviert zog ich mir eines Morgens meine Turnschuhe an und legte los. Meiner WG verkündigte ich stolz, dass ich von nun an JEDEN Morgen mindestens 30 Minuten in der Pampa laufen würde. Die Jungs lachten nur und meinten, dass ich das keine Woche durchstehen würde.

Das spornte mich natürlich nur umso mehr an – and to make a long story short: es hat funktioniert. Jeden Morgen (ich hatte zum Glück nie vor 12Uhr Uni) lief ich meine Runden um die diversen Teiche und kreuzte über die Felder. Anfangs waren schon 2 Minuten Durchlaufen eine Herausforderung. Mit der Zeit ging es besser und nach einigen Wochen Durchhalten trotz Schnee und Regen war es soweit: ich lief meine ersten 30 Minuten am Stück! Inzwischen liebe ich das Joggen und habe dadurch Etliches gelernt, das sich auf alle möglichen Lebensbereiche übertragen lässt, wo es um Ausdauer geht:

1. Habe dein Ziel vor Augen. Ohne meinen Vorsatz irgendwann mindestens 30 Minuten am Stück laufen zu können, hätte ich sicherlich nach wenigen Tagen aufgegeben. Ein fester Entschluss, ein Ziel hilft bei Schwierigkeiten die Zähne zusammen zu beißen, den Blick auf das Ziel zu richten und durchzuhalten -no matter what.

2. Fang klein an. Man kommt sich reichlich bescheiden vor wenn man im 1-Minuten-Takt durch die Prärie strampelt. Recht uncool das Ganze. Doch kleine Teilziele stehen im Dienst des übergeordneten Endziel und helfen dieses zu erreichen. Überforderung ist selten ein guter Ratgeber oder Helfer auf dem Weg. Kleine Schritte halten die anfänglichen Hürden gering und erhöhen die Wahrscheinlichkeit Fortschritt zu machen – und auch wahrzunehmen. Ein cooles Gefühl wenn man merkt, dass man plötzlich 5, 10, 15 Minuten durchhält!

3. Sei ausgeschlafen.

4. Gib niemals auf. Das Durchhalten ist ein Schlüsselfaktor beim Antrainieren neuer Verhaltensweisen. Entschlossenheit und das Feiern von Teilsiegen dienen dabei der Motivation. Sich bei Rückschlägen oder scheinbarem Stillstand nicht vom Vorhaben abhalten zu lassen ist unabdingbar wenn man weiterkommen will. Konkrete Formulierungen helfen dabei: „Ich werde jeden Morgen nach dem Frühstück loslaufen, egal wie ich mich fühle oder wie das Wetter ist.“

5. Rüste dich aus. Nach einigen Wochen habe ich gemerkt, welchen Unterschied die richtige Kleidung macht: nachdem ich mir neue Laufschuhe gekauft hatte, machte das Ganze noch mehr Spaß, Gelenke und Co. blieben geschont. Die nötige und richtige Ausrüstung ist wichtig und es lohnt sich zu investieren.

6. Sei flexibel. Selten macht es im Leben Sinn, Dinge blind durchzuziehen. Die Zielforschung zeigt, dass Personen, die sich Ziele setzen, dennoch fähig sind, flexibel auf Umweltreize zu reagieren. Das soll heißen, dass man Rahmenbedingungen oder Veränderungen nicht ignoriert, sondern zu seinem Vorteil nutzen kann. Das mag heißen, dass man an manchen Tagen langsamer läuft, weil es das Wetter oder der Körper fordert, oder sich Auszeiten nimmt, wenn es Sinn macht. Es gab auch Tage, an denen ich nicht gelaufen bin, weil wir z.B. schon Schwimmen und Squashen gehen wollten. Flexibilität steht nicht im Widerspruch zur Zielbindung.

7. Genieße das Ganze. Entschlossenheit und ein gewisser Kampfgeist sind sicher erforderlich um ein neues Vorhaben in die Tat umzusetzen. Mindestens genauso wichtig ist es aber, das Ganze auch zu genießen. Wer nur aus Kampfgeist Dinge im Leben angeht, verpasst das Beste und wird schnell verkrampft. In meinem Fall habe ich jeden Morgen die herrliche Landschaft und die frische Luft genossen – egal ob ich langsam oder schnell gelaufen bin. Wer sich nur eins abkrampft, gibt schneller auf. Wer auch genießen kann, hält länger durch. Oder anders gesagt:

„Enjoy the journey on the way where you’re going.“ (Joyce Meyer)

Frühling an der Bergstraße

Veröffentlicht in 1 am 13 April, 2009 von julinez

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Habe ich schon mal erwähnt wie sehr ich das Leben an der Bergstraße liebe?! Für einen Naturfreak wie mich ist es hier einfach herrlich! Danke, Gott für deine geniale Schöpfung und den wunderschönen Frühling!!!

Freude und Leid das ganze Jahr

Veröffentlicht in 1 am 9 April, 2009 von julinez

Wie krass Freude und Leid im Leben manchmal nah beisammen liegen können: nachdem gestern Abend eine Freundin nach einigen tollen gemeinsamen Tagen hier abreiste und wo ich mich einfach gesegnet gefühlt habe, erfuhr ich wenige Minuten später am Telefon, dass meine Oma gerade mit dem Notarzt abgeholt werden musste und im Krankenhaus ist. Heute Morgen geht es ihr schon wieder besser aber als folgendes Lied der Söhne Mannheims vorhin in meinem mp3player lief, dachte ich „Wie wahr…“:

„…Das hat die Welt noch nicht gesehen.
Trotzdem ist Liebe wunderschön,
ist unsichtbar und trotzdem da.
Freude und Leid das ganze Jahr,
man nimmt das Leben sonst nicht wahr…“.

Das Sorgen verlernen

Veröffentlicht in 1 am 1 April, 2009 von julinez

Es ist leicht sich Sorgen zu machen. Irgendwas fällt einem immer ein. Sorgenmachen liegt in der Natur des Menschen. Selbst ohne Finanzkrise und weltweite Katastrophen. Auch im eigenen Mikrokosmos finden sich täglich jeden Morgen Gedanken und Gefühle, die lautstark anklopfen und Unruhe verbreiten wollen. Sorgen ist menschlich.

Na und? Sorgen gehören eben zum Leben dazu, oder?! Ja, tun sie das? Muss ich mich eben damit abfinden? Muss ich den ganzen Tag Gedanken und Sorgen mit mir rumschleppen? Die Antwort hängt für mich unmittelbar mit einer weiteren Frage zusammen, die ich mal so formulieren möchte: „Auf wessen Baustelle arbeite ich?“. Dazu aus Matthäus 6 folgende Aussage von Jesus (Amplified Bible):

„…Do not worry and be anxious… your heavenly Father knows well that you need them all… But seek (aim at and strive after) first of all His kingdom and His righteousness (His way of doing and being right), and then all these things taken together will be given you besides…“.

Zwei Dinge sind mir hier derzeit wichtig: 

1) Ich bin aufgefordert, mich nicht zu sorgen. Denn Jesus sagt hier klipp und klar: „Sorge dich nicht“. Das ist kein Vorschlag oder ein nettes add-on,  das ist eine Aufforderung! Wenn ich mit Jesus unterwegs bin, bin ich herausgefordert das Sorgen sein zu lassen! Und wenn Jesus uns einen Auftrag gibt, hilft Er uns auch, ihn zu erfüllen. Aus meiner Beziehung mit Ihm heraus kann – ja soll – ich das Sorgen verlernen. Aber wie?! Indem

2) Ich entscheide, auf welcher Baustelle ich arbeite. Das Sorgen verlernen funktioniert nicht, in dem ich die Hände in den Schoß lege, alles Negative verneine und mich in einen himmlischen Zustand wünsche. Nein. Nach meinem bisherigen Erkenntnisstand verlerne ich es vor allem dadurch, dass ich meine aktuelle Baustelle wechsle: indem ich beginne mich gedanklich und emotional anstatt mit meinen Sorgen, mit Gottes Dingen zu beschäftigen.  Genau dazu fordert uns Jesus in Matthäus auf: „Kümmere dich um Dinge, die mir wichtig sind - und ich kümmere mich um Dinge, die dir wichtig sind.“ Baustellenwechsel heisst auch Blickwechsel: weg von meinen Aufgaben und Möglichkeiten, hin zu Gottes Dimensionen.

Das Sorgen verlernen ist eine Herausforderung. Ein Prozess,  in dessen Verlauf ich meinen Arbeitsplatz wechsle – gedanklich, emotional und auch ganz praktisch. Jesus sagt „Sorge dich nicht!“. Zeit für einen Jobwechsel?