Wenn es um Gottes Stimme hören geht, ist das bei mir wie mit den Geschenken. Ich bin ein absoluter Geschenkefreak. Ich steh dazu. Geschenke sind genial. Ich liebe es, Geschenke zu bekommen und mindestens genauso, Geschenke zu machen. Dabei spielt Wert oder Größe des Geschenks weniger die Rolle – das kann auch eine Postkarte, ein Gänseblümchen oder eine sms sein.
Genauso mit Gottes Stimme: ich liebe es, wenn Gott zu mir spricht. Das muss nicht immer die spektakuläre Art sein, wie ich sie im letzten Eintrag in meinen drei Beispielen beschrieben habe. Sondern das können auch ganz kleine Notizen Gottes sein: ein Bibelvers, der mich zum Staunen bringt, eine Freundin, die anruft um zu hören, wie’s mir geht, ein kleines Kind in der Bahn, das mich Morgens fröhlich anlächelt, ein Raubvogel, den ich auf dem Heimweg vom Aldi am klaren blauen Himmel beobachte oder einfach ein innerer Eindruck und ich weiß: das kam direkt von Gott.
Gottes „post-it“s kleben überall: in der Natur, in Begegnungen mit anderen Menschen – und mit der Bibel hat man gleich einen ganzen Packen seiner Notizen und Gedanken an uns. Und genau wie bei den Geschenken muss es nicht immer das Special zum besonderen Anlass sein, sondern vielleicht nur so eine kleine Nachricht, die mich wissen und spüren lässt: Gott ist da. Er hat alles im Griff. Er ist weder gestresst, noch frustriert, noch überfordert. Er ist 24/7 anwesend und freut sich, wenn ich den Sender auf ihn eingestellt habe. Gott sagt, wenn ich zu Ihm gehöre, dann höre ich seine Stimme. Hören entspringt aus der Beziehung. Gute Beziehungen leben von Kommunikation. Ohne Beziehung wird das Hören schwierig.
Natürlich können chronische Kritiker und notorische Nörgler jetzt sagen: „Naja, also Vögel am Himmel und lachende Kinder sehe ICH auch – das ist für mich kein Reden Gottes.“ Doch ist es. Man muss nur mal genau hinsehen – beziehungsweise hinhören…
Zum Weiterleisen: Die Bibel, Mose 1, 1ff: Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Die Erde aber war wüst und öde, finster war es über den Wassern. Und der Geist Gottes schwebte über der Wasserfläche. Da sprach Gott: »Es soll Licht entstehen!«, und es entstand Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Dann trennte er das Licht von der Finsternis. Gott nannte das Licht »Tag« und die Finsternis »Nacht«. Es wurde Abend und Morgen: der erste Tag. Und Gott sprach: »Es soll Raum zwischen den Wassern entstehen, der die Wasser voneinander trennt.« Und so geschah es. Gott schuf diesen Raum, um die Wasser oberhalb und unterhalb dieses Raumes zu trennen. Und Gott nannte den Raum »Himmel«. Es wurde Abend und Morgen: der zweite Tag. Und Gott sprach: »Die Wasser unter dem Himmel sollen sich an einem Ort sammeln, damit trockener Boden zum Vorschein kommt.« Und so geschah es. Gott nannte den trockenen Boden »Erde« und die Wasserfläche »Meer«. Und Gott sah, dass es gut war. Dann sprach er: »Auf der Erde soll Gras wachsen und sie soll Pflanzen hervorbringen, die Samen tragen, und Bäume voller unterschiedlichster Früchte, in denen ihr Same ist.« Und so geschah es. Auf der Erde wuchs Gras sowie Pflanzen und Bäume, die Samen trugen. Und Gott sah, dass es gut war. Es wurde Abend und Morgen: der dritte Tag. Und Gott sprach: »Am Himmel sollen Lichter entstehen, um den Tag von der Nacht zu unterscheiden. Sie sollen Zeichen sein, anhand derer die Jahreszeiten, die Tage und die Jahre bestimmt werden. Diese Lichter am Himmel sollen auf die Erde scheinen.« Und so geschah es. Gott schuf zwei große Lichter: das größere Licht für den Tag und das kleinere für die Nacht. Und Gott schuf auch die Sterne. Er setzte diese Lichter an den Himmel, damit sie die Erde erhellten, Tag und Nacht bestimmten und das Licht von der Finsternis unterschieden. Und Gott sah, dass es gut war. Und es wurde Abend und Morgen: der vierte Tag. Und Gott sprach: »Im Meer soll es von Meerestieren wimmeln und Vögel sollen in der Luft fliegen.« Und so schuf Gott alle Meerestiere, große und kleine, und alle Arten von Vögeln. Und Gott sah, dass es gut war. Dann segnete Gott sie und sprach: »Die Fische sollen sich vermehren und die Meere füllen. Auch die Vögel sollen auf der Erde zahlreich werden.« Und es wurde Abend und Morgen: der fünfte Tag. Und Gott sprach: »Die Erde soll alle Arten von Tieren hervorbringen Vieh, Kriechtiere und wilde Tiere.« Und so geschah es. Gott schuf alle Arten von wilden Tieren, Vieh und Kriechtieren. Und Gott sah, dass es gut war. Da sprach Gott: »Wir wollen Menschen schaffen nach unserem Bild, die uns ähnlich sind. Sie sollen über die Fische im Meer, die Vögel am Himmel, über alles Vieh, die wilden Tiere und über alle Kriechtiere herrschen.« So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er sie, als Mann und Frau schuf er sie…“.