Kann man sich etwas schöneres vorstellen als kurz vor den Feiertagen zwecks Zahnschmerzen zum Doc zu müssen? Tja, so geschehen am 23.12. Die ziehenden Schmerzen der letzten 3 Tage ließen sich einfach nicht länger leugnen…
Als ich dann schließlich erleichtert im Behandlungszimmer lag – erleichtert daher, weil ich es wirklich geschafft hatte, mich aufzuraffen und etwas gegen den Schmerz zu tun – sah der Doc sich das Übel an und meinte dann: „Ja, also dafür muss ich sie quasi fast auf den Kopf stellen.“ Gesagt, getan. Der Behandlungsstuhl fuhr nach oben und kippte mich dann rückwärts nach unten. Upside down. Aber wenn’s hilft?!
Es half. Etwa 30 Minuten später verließ ich froh und dankbar – und halb betäubt - die Zahnarztpraxis. Dass ich während der Behandlung fast nen Kopfstand machen musste war vergessen. Die Schmerzen waren weg. Zahnarzt und Patient zufrieden. So soll’s sein.
Bei Gott ist das manchmal ähnlich: Um an die fiesen und schmerzhaften Stellen in meinem Leben ranzukommen, muss er mich und mein Leben manchmal auf den Kopf stellen. Selten macht das Spaß und wie auch beim Zahnarzt muss ich dem Profi dann vertrauen, dass er weiß, was er da tut. Dass er weiß, wie der Patient in dem Fall behandelt werden muss, damit der Schmerz verschwindet und das Ganze wieder in Ordnung kommt. Auch bei Gott verlasse ich manchmal halb betäubt die Behandlung und stelle erst einige Zeit später fest, dass ich mich ja so viel besser fühle.
Upside-Down. Das bedeutet nicht nur, dass Gott MEIN Leben kopfstehen lässt, sondern auch, dass ER sich was einfallen ließ um an uns ran zu kommen. Sein upside-down-Projekt stellt alle anderen in den Schatten: Er kommt in meinen Alltag, in diese Welt um für immer zu bleiben. Gott stellt sich nicht nur auf den Kopf für uns, sondern lässt sich mit Haut und Haar auf uns ein. Weihnachten ist Gottes Upside-Down-Geschenk an uns. In diesem Sinne: MERRY CHRISTMAS TO YOU!!!
