Archiv für Dezember, 2008

Alltags-Analogie (Nr. 5): Upside-Down – Weihnachten und Zahnarztbesuch

Veröffentlicht in 1 am 25 Dezember, 2008 von julinez

Kann man sich etwas schöneres vorstellen als kurz vor den Feiertagen zwecks Zahnschmerzen zum Doc zu müssen? Tja, so geschehen am 23.12.  Die ziehenden Schmerzen der letzten 3 Tage ließen sich einfach nicht länger leugnen…

Als ich dann schließlich erleichtert im Behandlungszimmer lag – erleichtert daher, weil ich es wirklich geschafft hatte, mich aufzuraffen und etwas gegen den Schmerz zu tun – sah der Doc sich das Übel an und meinte dann: „Ja, also dafür muss ich sie quasi fast auf den Kopf stellen.“ Gesagt, getan. Der Behandlungsstuhl fuhr nach oben und kippte mich dann rückwärts nach unten. Upside down. Aber wenn’s hilft?!

Es half. Etwa 30 Minuten später verließ ich froh und dankbar – und halb betäubt - die Zahnarztpraxis. Dass ich während der Behandlung fast nen Kopfstand machen musste war vergessen. Die Schmerzen waren weg. Zahnarzt und Patient zufrieden. So soll’s sein.

Bei Gott ist das manchmal ähnlich: Um an die fiesen und schmerzhaften Stellen in meinem Leben ranzukommen, muss er mich und mein Leben manchmal auf den Kopf stellen. Selten macht das Spaß und wie auch beim Zahnarzt muss ich dem Profi dann vertrauen, dass er weiß, was er da tut. Dass er weiß, wie der Patient in dem Fall behandelt werden muss, damit der Schmerz verschwindet und das Ganze wieder in Ordnung kommt. Auch bei Gott verlasse ich manchmal halb betäubt die Behandlung und stelle erst einige Zeit später fest, dass ich mich ja so viel besser fühle.

Upside-Down. Das bedeutet nicht nur, dass Gott MEIN Leben kopfstehen lässt, sondern auch, dass ER sich was einfallen ließ um an uns ran zu kommen. Sein upside-down-Projekt stellt alle anderen in den Schatten: Er kommt in meinen Alltag, in diese Welt um für immer zu bleiben. Gott stellt sich nicht nur auf den Kopf für uns, sondern lässt sich mit Haut und Haar auf uns ein. Weihnachten ist Gottes Upside-Down-Geschenk an uns. In diesem Sinne: MERRY CHRISTMAS TO YOU!!!

Wer bestimmt meine Grenzen?

Veröffentlicht in 1 am 21 Dezember, 2008 von julinez

Komme grade vom Gottesdienst. Habe nen Haufen guter Fragen und Anregungen mitgenommen:

Es gab in der Bibel nen Typen namens Abraham.  Mit seiner Frau Sarah verheiratet bekam er eines Tages von Gott die message, sein Zuhause zu verlassen und sich in eine neue Gegend auf zu machen.  Und Abraham – mutig wie er war – zog los.

Man muss sich das so vorstellen: Abraham ging es gut wo er war. Das Leben lief. Keiner in seiner Umgebung oder Family wollte groß weg. Und dann diese Ansage von Gott: „Zieh aus, in ein Land, das ich dir zeigen werde.“ Äh, wie bitte?! Keiner wusste doch, was einem da so erwarten würde.

Wenn bekannte Grenzen verlassen werden ist das immer mit Unsicherheit verbunden. Häufig auch mit Widerständen. Grenzerfahrungen eben. Dem einen liegt das mehr, dem anderen weniger. Abraham musste sich also entscheiden: Will ich mich auf das Neue einlassen? Will ich mich in unbekanntes Gebiet wagen? Will ich meine bisherigen Grenzen verlassen?

Abraham wollte. Er ließ Bekanntes zurück,  die Gemütlichkeit eines gesettelten Lebens, die Sicherheit einer vertrauten Umgebung. Er überschritt Grenzen, die Keiner in seiner Familie zuvor überschritten hatte! Er ließ sich seine Grenzen von niemandem vorschreiben – außer von Gott. Vielleicht sagten Freunde und Nachbarn zu ihm: „Bist du verrückt geworden?! Hier ist doch alles super und easy! Wo willst du denn hin? Wie, du weißt das noch gar nicht genau?  Das geht doch nicht.  Keiner von uns hat das bislang doch so gemacht! Bist du denn von allen guten Geistern verlassen?!“.

Im Gegenteil. Abraham hatte einen guten Geist.  Er wusste, dass Gott der Einzige war, der ihm zeigen konnte, wo seine Grenzen lagen und wo er seine Bestimmung finden würde.  Abraham orientierte sich nicht am Lebensstil seiner Verwandten und Bekannten – zumindest nicht in einem ungesunden Maß. Er war bereit sich von bisherigen Denkmustern, Erwartungen, von Traditionen und Angewohnheiten zu trennen um etwas Neues zu gewinnen. Abraham war flexibel… Soweit zu Abraham. Wie ist das bei mir?

- Welche meiner Grenzen, Prägungen sind gut? Welche sind Mist?

- Wo lass ich mich von anderen einengen und eingrenzen? Von Familie, Freunden, Bekannten, selbst von (guten) Vorbildern etc.?

 - Wo sind meine derzeitig wahrgenommenen Grenzen gut und förderlich? Wo sind sie veraltet, einengend, kaputt machend?

- Wer bestimmt meine Grenzen? Ich selbst? Andere? Gott?

Gut finde ich: Gott beruft mich nicht in einen statischen Zustand mit engen Grenzen wie in einem Gefängnis, wo das Beste eigentlich draußen statt findet. Jesus sagt: „Ich bin gekommen, dass sie das Leben haben. Leben im Überfluss.“ Grenzen, die andere mir setzen mögen mich einengen, nerven, frustrieren, verletzten. Grenzen, die Gott mir aufzeigt, dienen immer dazu, dass ich frei werde und meine Bestimmung lebe. Leben im Überfluss. Mein Mini-Fazit der heutigen Predigt daher: demjenigen, dem ich das Recht gebe, meine Grenzen festzulegen, gebe ich auch häufig das Recht darüber zu bestimmen, was innerhalb dieser Grenzen so geschieht. Wer soll das sein?

Auf Entzug

Veröffentlicht in 1 am 10 Dezember, 2008 von julinez

Wer hätte gedacht, dass es selbst einer angehenden Diplom-Psychologin so schwer fallen kann, schädliche Angewohnheiten zu durchbrechen.  Da half keine Selbstinstruktion, kognitive Umstrukturierung oder Entspannungstechnik. Alles war nutzlos. Die Rede ist von meinem Kaffeekonsum. 

Nicht, dass ich das dunkle Gebräu literweise  zu mir nehmen würde – höchstens eine Tasse am Morgen, selten eine zweite am Nachmittag. Trotzdem wollte ich versuchen, mir die morgendliche Tasse Kaffee abzugewöhnen. Denn, man muss ja nicht bis zum Jahreswechsel warten um gute Vorhaben umzusetzen.

Tja. Stolze 2 Tage habe ich es mit einer Mischung Halb-und-Halb (also halb Kaffee, halb Gerste) vom Bioladen geschafft. Ganze 2 Tage. Wow. Heute bin ich dann schwach geworden und hab mir von meiner Mitbewohnerin was von ihrem original aus Brasilien stammenden Kaffee geborgt. Ach wat herrlich.

Ich fürchte, das mit dem Kaffeeverzicht wird erstmal nichts. Aber vielleicht hat das Ganze ja auch was Positives: so hab ich wenigstens einen guten Vorsatz, den ich mir zum Jahreswechsel aufsparen kann. Man soll ja nichts überstürzen.

Der etwas andere Adventskalender

Veröffentlicht in Mix2 mit Tags am 4 Dezember, 2008 von julinez

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Unter http://www.macht-auf-die-tuer.de finden sich für die Adventszeit tägliche Mini-Inputs zur Ermutigung, Herausforderung, zum Nachdenken… Ein Adventskalender der besonderen Art. Einfach mal reinschauen!