Archiv für November, 2008

„Ab- und Umsatteln 2009″

Veröffentlicht in 1 am 26 November, 2008 von julinez

„Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab.“ Indianisches Sprichwort

Wie lange man wohl ein totes Pferd reiten kann, bis man merkt, dass es tot ist? Und man sich nicht mehr vorwärts bewegt? Irgendwie seltsame Vorstellung… Ich kann den Indianern aber nur zustimmen – vor allem heute, wo mein Drahtesel seinen Geist aufgab und klar war, dass jeder Wiederbelebungsversuch zwecklos sein würde. Da hilft nur Absatteln.

Vielleicht wäre es ja auch im Hinblick auf das näherrückenden Jahresendes überlegenswert, wo man vom „toten Pferd“ absteigen, sprich Ab- oder Umsatteln, sollte. Ab- oder Umsatteln bezüglich einer speziellen Aufgabe, Verhaltensweise, einem beruflichen Aspekt, einer Beziehung,  Zielverfolgung, Erwartung, in irgendeinem Vorhaben…  Und sich mal ehrlich fragen: Wo rede ich mir (nur noch) ein, mich vorwärts zu bewegen? Wo ist es möglicherweise an der Zeit, abzusteigen und/oder umzusatteln? Zum Beispiel um frei und offen für Neues zu sein. 

Die Omi am Gartentor – inspirierende Begegnung beim Joggen

Veröffentlicht in Gemischtes am 20 November, 2008 von julinez

Beim Joggen begegnen einem die interessantesten Menschen und Situationen. Das ist etwas, was ich beim Joggen mag: es tut nicht nur dem Körper gut, sondern auch Seele und Geist kommen auf ihre Kosten. So auch gestern wieder: gemütlich trabe ich die Straße entlang, als ich von weitem schon eine Omi an ihrem Gartentor erspähe. Als ich mich langsam nähere schaut sie auf und dann – wie selbstverständlich - lächelt sie mich mit einem unwiderstehlichen freundlichen Lächeln an! Und blitzartig schießt mir ein Gedanke durch den Kopf: „So eine Ausstrahlung möchte ich auch.“ Nicht erst wenn ich 80 bin, aber dann erst recht. Aber auch jetzt schon. Eine unwiderstehlich fröhliche Ausstrahlung, allen Lebensstürmen zum Trotz. Eine Mini-Begegnung, die mich nachhaltig inspirierte.

Eine andere Möglichkeit, sich Gedanken darüber zu machen, was man im Alter eigentlich so erreicht haben möchte: Stell dir vor es ist dein 85. Geburtstag und eine dir nahestehende Person (z.B. gute/r Freund/Freundin…) hält eine kleine Rede über dich – was würdest du dir wünschen, was gesagt wird?!

 Soll da die Rede sein von deiner Freundlichkeit, deinem Erfolg, deiner Kreativität, Produktivität, Gastfreundschaft, Reiselust, deinen verrückten Ideen, hilfreichen Ratschlägen, …? Eine lohnenswerte Frage, wie ich finde: Was wünsche ich mir eigentlich, was Menschen mit mir verbinden? Und unmittelbar damit verknüpft: was tue ich dafür, dass dem auch so ist oder wird? Sollte ich „meiner“ Oma beim Joggen nochmal begegnen, werde ich sie vielleicht einfach mal fragen, was sie für ihr unwiderstehliches Lächeln so tut oder getan hat im Leben…