Täter oder Opfer? Welcher “Typ” bist du?
Heute stand “Einführung in die Paartherapie” auf dem Stundenplan. Nicht, dass ich Paartherapeutin werden möchte, obwohl… Aber egal. Jedenfalls tauchte da wieder eine Thematik auf, die ich immer wieder interessant finde: die Täter- vs. Opfermentalität.
Nicht, dass ich schon voll den Durchblick hätte zum diesem Thema aber was mir in den vergangenen Semestern dazu immer wieder begegnet ist: bei Problemen im Leben wird einem meist vermittelt – entweder bist du das arme Schwein oder der Ars** der es verbockt hat. Soll heissen: entweder bist du unter die Räder gekommen, das arme Opfer eines Anderen geworden oder du warst der Böse, der den Schaden angerichtet hat. Und häufig zieht sich dieses Muster durch’s halbe (im schlimmsten Fall ganze) Leben. Entweder bist du Täter oder Opfer. Punkt. Such’s dir aus. Oder lass es jemanden für dich aussuchen - je nach Persönlichkeit, Umfeld, Erfahrung…
Was mich daran wundert: die Leute glauben es! Zumindest die meisten. Sie fühlen sich bei Problemen (v.a. bei Beziehungskrisen – siehe Paartherapie) entweder als Opfer, oder fühlen sich in die Täterrolle gedrängt, sehen sich als den Unter- oder eben Überlegenen. Scheinbar denken die meisten nur in diesen beiden Kategorien und die Medien leben sowieso davon. Klar, was soll es auch anderes geben?!
Eine Alternative – eine einfach wundervolle, wie ich finde – bietet da die Bibel. Hier wird ein völlig anderes Bild vom Menschen gezeichnet. Der Mensch wird hier weder als Ars** noch als armes Schwein dargestellt (zumindest nicht in seiner ursprünglich von Gott gewollten Form und Art). Im Gegenteil: Mann und Frau werden hier mit Fähigkeiten und Gaben ausgestatet um Leben zu gestalten. Der gestalterische Aspekt gefällt mir hier besonders gut. Gott selbst ist einfach das High-End was Gestaltungsfragen, Kreativität und gestalterisches Potenzial angeht. Und ich bin überzeugt davon, dass wir als seine Geschöpfe – und Kinder – ebenso dazu berufen sind schöpferisch und gestalterisch tätig zu werden.
Sicher mag es im Leben Situationen geben, in denen ich Opfer wurde oder Täter war. Dennoch habe ich im Leben immer wieder die Wahl. Meine Vergangenheit mag dazu beigetragen haben, dass ich mich nun befinde, wo ich mich befinde. Aber meine Vergangenheit muss nicht meine Zukunft determinieren. Zumindest nicht in Gottes Augen!
Täter oder Opfer? Bei Gott muss ich keins von beidem sein oder bleiben! Die Bibel sagt in Jakobus 1,18: “Es war sein Wille, dass er uns durch das Wort der Wahrheit, durch die rettende Botschaft, neues Leben geschenkt hat. So sind wir der Anfang einer neuen Schöpfung geworden.”