Habe auf dem Gemeinde-Blog der Vineyard eine Story gepostet, die mich neulich in einer Predigt von Murat angesprochen hat: “Der Brief”.
Neulich im CopyShop: Papierstau-Deluxe
Veröffentlicht in 1 mit Tags Mit Gott im Alltag am 4 Februar, 2010 von julinezDie letzten Wochen waren diverse Copyshops in Heidelberg sowas wie mein zweites Zuhause. Da sich einige Läden weigerten, sich meinem Anliegen anzunehmen (“Nein, wir drucken hier keine Adressetiketten. Und Nein, sie können hier NICHT auf ihr eigenes Briefpapier kopieren.”), musste ich erstmal etwas suchen um einen Shop zu finden, der auch für solche scheinbar völlig übersteigerten Ansprüche zugänglich war…
Als ich dann endlich fündig wurde, gab’s das nächste Problem: die junge Dame (ganz in Schwarz, wie etliche Mitarbeiter in dem Stylo-Schuppen) nahm meine Kopiervorlage in Empfang, legte damit aber dann im Laufe der nächsten 30 Minuten gleich 4 Kopierer auf einmal lahm. Papierstau vom Feinsten. Nichts ging mehr. Gar nichts. Kurz vor der Verzweiflung lief sie von einem Gerät zum Nächsten, aber die Maschinen wollten einfach nicht. Das Ganze (ich inklusive, wenn auch nur innerlich) schrie nach Rettung. Denn es war klar: da muss ein Profi ran.
Der Profi kam. In Form eines geschniegelten Typs (Style: Hugo Boss), der gemählich aus dem hinteren Büro geschlendert kam. Die Mitarbeiterin und mich keines Blickes würdigend, raunte er genervt etwas wie: ”Wenn es bei mir jetzt funktioniert, gibt’s aber Ärger”. Mit lässigem Hüftschwung stellte er sich ans Gerät, zog diverse Papiere aus diversen Schubladen, drückte zahlreiche Knöpfe – und kopierte mir das Ganze in einem Bruchteil von Minuten. Beeindruckend. Nicht allerdings seine Einstellung und Arroganz, die höchstens von seiner Fachkompetenz getoppt wurden. Aber immerhin hatte ich was ich wollte. Und so verließ ich den Copyshop wenig später mit einem Stapel Kopien – und einem Kopfschütteln über die Haltung mancher Vorgesetzter. Die armen Mitarbeiter in Schwarz - kein Wunder, dass sie ständig Trauerkleidung trugen…
Das Ganze erinnerte mich an etwas: Manchmal gibt’s im Leben diese Nichts- Geht-Mehr-Zeiten. Zeiten, wo alles lahmgelegt wurde. Wo Nichts mehr zu machen scheint. Alle Versuche was retten zu wollen scheitern. Das Leben steht still, unsere Weisheit ist am Ende. Unsere Nerven und Hoffnung dann meistens auch. Rien ne va plus… Und dann?
Ich muss sagen: ich bin heilfroh, dass ich in solchen Lebensphasen nicht auf Mr. Superhero-im-Hugo-Outfit-mit-stinky-attitude angewiesen bin! Dass ich nicht auf einen Boss angewiesen bin, der vielleicht die Maschine wieder in Gang bringt, aber mir das Gefühl vermittelt ein kompletter Looser zu sein. Ja, Gott sei Dank, dass der Menschheit da ein anderer Helfer zur Verfügung steht!
PSALM 121
»Ich blicke hinauf zu den Bergen: Woher wird mir Hilfe kommen?« »Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat! Und du sollst wissen: Der Herr lässt nicht zu, dass du zu Fall kommst. Er gibt immer auf dich Acht. Er, der Beschützer Israels, wird nicht müde und schläft nicht ein; er sorgt auch für dich. Der Herr ist bei dir, hält die Hand über dich, damit dich die Hitze der Sonne nicht quält und der Mond dich nicht krank macht. Der Herr wendet Gefahr von dir ab und bewahrt dein Leben. Auf all deinen Wegen wird er dich beschützen, vom Anfang bis zum Ende, jetzt und in aller Zukunft!«
Vineyard-Leiterkonferenz 2010, Berlin
Veröffentlicht in 1 am 11 Januar, 2010 von julinezLetzte Woche war ich mit einigen Leitern aus meiner Gemeinde auf der Vineyard-Leiterkonferenz in Berlin. Super Leute, super Inputs! Von Morgens bis Abends ging es ums Thema “Finden, Fördern, Freisetzen” mit inspirierenden, herausfordernden und ermutigenden Vorträgen von u.a. Martin Bühlmann, Richard Clinton und Mike Turrigiano. Podcasts zu den sehr empfehlenswerten Inputs finden sich hier. Abends gab es die After-Stage mit Theater und Musik – auch da geht bei Vineyard Deutschland, Schweiz und Österreich derzeit Einiges. Man darf gespannt sein… Fazit: “Danke, Gott für das Unterwegssein dürfen mit und das Lernen von diesen Leuten! “.
Buchtipp: “Glaube & Zweifel”
Veröffentlicht in 1 mit Tags Buchempfehlung am 9 Dezember, 2009 von julinezLese dieser Tage dieses Buch von John Ortberg, erschienen bei Gerth Medien. Inspirierende Gedanken über das Zusammenspiel von Glaube und Zweifel, die für den Autor keine Gegenteile sind, sondern vielmehr zusammen gehören …
Ortberg schreibt ehrlich und authentisch über seine eigenen Erfahrungen, fordert heraus, lässt aber auch Fragen offen, wo sie für ihn offen sind. Susan Heim schreibt auf dem Buchrücken:
“Wenn Sie noch nie mit Zweifeln zu kämpfen hatten, dann brauchen Sie dieses Buch nicht. Doch wenn Sie zu der Mehrheit derjenigen gehören, die in ihrem Glaubensleben auch schon Durststrecken erlebt haben, dann wird Ihnen dieses Buch die Augen öffnen. Höchst empfehlenswert!”.
Wer seine Ernte nicht mag, sollte was Anderes säen
Veröffentlicht in 1 mit Tags Mit Gott im Alltag am 11 November, 2009 von julinezWelcher Bauer sät Weizen, wenn er Gerste ernten möchte? Oder welcher Hobby-Gärtner Tulpen, wenn er lieber Rosen haben mag? Dennoch soll es Menschen geben, die sich über ihre Ernte wundern, obwohl sie selbst für die Saat zuständig waren.
Ich rede hier von den Auswirkungen unseres Denkens. Unser Denken hat enormen Einfluss auf unsere Lebensqualität. Und darauf, wie sich die Dinge so entwickeln. Wer ständig negativ denkt, braucht sich also nicht wundern, wenn er genau das erntet, Negatives. Denn unsere Gedanken, Haltungen, Erwartungen und Einstellungen beeinflussen unser Reden und schließlich unser Verhalten. Und so überrascht es nicht, wenn wir schließlich die Ernte einfahren, die wir unlängst gesät hatten. Was tun?
Die Bibel sagt es schlicht und deutlich in Römer 12, 2 (Amplified Bible):
“… but be transformed (changed) by the [entire] renewal of your mind [by its new ideals and its new attitude]…”
Erfolgreiches Change-Management startet also im Kopf. Wer sein Denken auf positive Bahnen lenkt, gleicht somit einem Bauern, der weiß, wie er seinen Boden zu beackern hat, damit Gutes darauf wachsen kann: Er schützt vor negativen Einflüssen von Außen, nährt die Erde mit dem, was sie braucht und schließlich pflanzt er, was er ernten möchte. Er akzeptiert kein Unkraut, sondern entfernt es mitsamt aller Wurzeln.
Wenn wir Sorgen, Befürchtungen und negative Erwartungen in unserem Denken wild wuchern lassen, wird es Zeit für Gottes Change-Managment! Lassen wir unser Denken von IHM erneuern. Fangen wir an, statt negativen Erwartungen, Gottes Zusagen zu kultivieren! Reissen wir unkrautartige Gedankengänge mitsamt der Wurzel aus und lassen unseren Gedankenboden von Gott fruchtbar und nutzbar machen. Dann finden SEINE Zusagen und Vorstellungen für unser Leben Raum – in unserem Denken, Reden und Verhalten. Und wir werden ernten, was wir gesät haben: gute Frucht.
Herbst in Heidelberg
Veröffentlicht in 1 mit Tags Natur am 23 Oktober, 2009 von julinez
Hab ich hier schon mal erwähnt, wie genial Heidelberg im Herbst ist?! Das Bild spricht für sich. Auch wenn Heute eher Nebel angesagt ist: Heidelberg im Herbst ist einfach herrlich!
… it rather be something good!
Veröffentlicht in 1 mit Tags Mit Gott im Alltag am 21 Oktober, 2009 von julinezAm Samstag hat Marlin über Jesaja 44 gepredigt. Gute Gedanken zum Thema ”Götzendienst” – was zunächst vielleicht wenig attraktiv klingt, aber super Gedanken beinhaltet hat. Ich für meinen Teil hab kurz zusammengefasst Folgendes mitgenommen: irgendetwas gibt in deinem Leben den Ton an – lass dieses Etwas also das Beste sein, was sich finden lässt.
Soll heissen: Wenn wir uns auch Heute keine Götzenbilder mehr schnitzen, gibt es bei uns trotzdem Dinge, die in unserem Leben den Ton angeben. Dinge von denen wir uns alles Mögliche erhoffen: Erfüllung, Hilfe, Fun, Weisung, Sicherheit… Oder wie Marlin fragte: “Von welchen Dingen in deinem Leben erhoffst du dir a) Sicherheit und lässt dir b) Aufträge erteilen?”.
Gute Frage. Ich schätze, die Frage nach Sicherheit- und Auftraggeber spielt in unserem Leben eine zentrale Rolle. Die eine Frage beantwortet, wohin ich gehe, wenn’s brennt. Die andere, wer angibt, wo’s im Allgemeinen mit meinem Leben hingeht. Sicherheit und Auftrag. Beide haben starken Einfluss, wie mein Leben verläuft und geprägt wird.
In Jesaja 44ff sagt Gott den Menschen sinngemäß: Hey, lass dich nicht auf schrottiges Zeug ein, was nicht helfen und keine wahre Erfüllung bieten kann. Wende dich an mich! Alles andere ist nur billiger Ersatz, der nichts zu bieten hat. Ich will dich retten und dir geben, was du wirklich brauchst. Du entscheidest, wer oder was, in deinem Leben den Ton angibt.
Daher mein zusammenfassender Gedanke: irgendetwas gibt den Ton in meinem Leben an - it rather be something good!
Frust hausgemacht
Veröffentlicht in 1 mit Tags Mit Gott im Alltag am 9 Oktober, 2009 von julinez“Our worst moments result from grabbing for ourselves that which Father has not given us.”
Dieses Zitat aus “So you don’t want to go to church anymore” (Wayne Jacobsen & Dave Coleman, 2008) spricht mich immer wieder an. Seit ich letztes Jahr dieses Buch gelesen habe, fällt mir dieser Gedanke immer wieder ein wenn ich bei mir selbst oder anderen sehe, wie Frust im Leben entsteht. Ich bin der Überzeugung, dass ein Großteil von Frustration in unserem Leben self-made ist. Dass wir selbst unseren Anteil beitragen zu so mancher schwieriger Erfahrung. Frust hausgemacht – und zwar vom Feinsten.
Sicher gibt es Situationen und Erfahrungen, wo wir leiden, weil andere Menschen sich falsch verhalten haben oder wo einfach aus den Umständen heraus, Leid entsteht. Trotzdem wächst eine gehörige Portion von frustrierenden Erfahrungen und Erlebnissen im Leben, auf dem eigenen Misthaufen. Und das hängt meiner Meinung nach genau mit obenstehendem Zitat zusammen: die schlimmsten Momente im Leben enstehen häufig dann, wenn wir nach etwas greifen, das Gott uns nicht gegeben hat. Wenn wir etwas für uns in Anspruch nehmen, das nicht für uns bestimmt war. Oder in einem Bild gesprochen: wir greifen ins Regal und holen uns etwas, worauf nicht unser Name steht. Es mag eine bestimmte Aufgabe sein, die verlockend scheint, ein Jobangebot, eine Freundschaft oder Beziehung… – wir ergreifen diese Sache ohne zu checken, ob sie überhaupt mit unserem Namensschild versehen ist. Immerhin: die Sache scheint doch gut auszusehen und überhaupt wissen wir ja selbst am besten, was gut für uns ist. Oder?!
Mindestens zwei Folgen resultieren aus diesem Verhalten: Erstens beanspruchen wir Dinge, die nicht uns, sondern anderen zustehen und Zweitens hindern wir uns selbst, Dinge zu empfangen, die Gott mit unserem Namensschild versehen hat und die darauf warten von uns in Empfang genommen zu werden. So halten wir nicht selten Dinge in Händen, die zurück ins Regal sollten und wundern uns, wenn wir mit der Zeit immer frustrierter werden. Kein Wunder – verpassen wir dadurch doch das Beste, das Gott uns eigentlich geben möchte.
VergissSeinNicht
Veröffentlicht in 1 am 20 September, 2009 von julinezHier eine Kombi aus verschiedenen Predigt-/Song-Inputs der letzten Tage.
Gestern haben wir im Gottesdienst das Lied “Lobe den Herrn meine Seele” von Andrea Adams-Frey gesungen. Die Worte stammen aus Psalm 103, wo es heisst: “Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was Er dir Gutes getan hat.”
An manchen Tagen, da feiert die Seele Sommer. Alles läuft Bestens, die Stimmung ist super. Man könnte Gott und die Welt umarmen. Dann gibt es die Wüstenzeiten der Seele: alles scheint ausgebrannt, man fühlt sich ausgelaugt und aufgebraucht. So ging es Mose eines Tages in seiner Leitungsaufgabe:
die Israeliten waren in der Wüste und miese Stimmung machte sich breit, denn es gab kein Fleisch zu essen. Die Leute jammerten Mose damit die Ohren voll und Mose, kurz vor dem Burnout, bittet Gott um Unterstützung. Und Gott verspricht ihm Hilfe – und auch Fleisch. Allerdings gab es da für Mose ein kleines Problem: das Volk Israel zählte damals rund 600.000 Männer (plus Frauen und Kinder). Und Moses natürlich Reaktion war etwa so: “Äh, sorry, Herr, aber so viele Tiere haben wir ja im Leben nicht dabei. Wie soll das funktionieren?!”.
Ich liebe Gottes Reaktion auf Moses Bedenken, die etwas so klang: “Mose, wann ist meine Macht geschrumpft? Wann ist mein Arm zu kurz geworden um zu helfen?”. Oder anders gesagt: ”Mose, erinnerst du dich nicht mehr? Erst neulich habe ich das Meer für euch geteilt und ihr seid trockenen Fußes durchgewandert. Dann habe ich Manna vom Himmel regnen lassen. Ist seither meine Allmacht irgendwie eingeschrumpft? Erinnerst du dich nicht?”.
Ich kann Mose ja so gut verstehen. Die Situation überstieg schlicht seine Energie und Vorstellungskraft. Mose war ausgelaugt und seine Seele hatte die großen Wunder der letzten Tage schon vergessen. Was hilft also bei solchen Gedächtnislücken? Die Antwort finden wir in Psalm 103: “Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was Er dir Gutes getan hat.”
In Wüstenzeiten der Seele kann es essentiell sein, die Seele aufzufordern, das Gedächtnis zu aktivieren. Gerade dann, wenn die Seele frustriert und depremiert ist, wirkt es wie ein Medikament, sich an das Gute zu erinnern, das Gott schon getan hat. Unser Geist darf und kann unserer Seele dann sagen: ”Vergiss nicht, was Gott schon Gutes in deinem Leben getan hat. Danke ihm dafür. Erinnere dich an seine Macht!”.
(Wen interessiert, wie die Geschichte mit dem Mose, dem Volk und Gottes übernatürlicher Versorgung weiterging, kann das in 4. Mose 11 nachlesen.)

