Alltags-Analogie (Nr. 9): Kleine Ursache, große Wirkung

Veröffentlicht in 1 mit Tags am 5 November, 2009 von julinez

Neulich Abends: bei meinem Versuch die Stehlampe in meinem Zimmer zu verschieben, geht die Glühbirne kaputt und mit einem Schlag ist die komplette WG im Dunkeln. Die Sicherung war rausgeflogen. Winzige Ursache – große Auswirkung. Zum Glück brannte im Flur, wo der Sicherungskasten ist, noch Licht und nach einigen Minuten war alles wieder in Ordnung.

Erinnert hat mich das Ganze daran, dass auch in anderen Bereichen im Leben manchmal durch kleine Auslöser „Sicherungen durchbrennen“ und kleinste fehlerhafte Ursachen große negative Wirkungen haben können. Zum Beispiel im Bereich zwischenmenschlicher Kommunkiation: ein falsches Wort, eine unweise Aussage – und schon liegen ganze Freundschaften im Dunkeln, die Sicht ist trübe oder, um im Bild zu bleiben, ganze Energiekreise werden lahmgelegt. Die Bibel beschreibt das in Jakobus 3 folgendermaßen:  

„… denkt an ein Schiff: Es ist groß und wird von starken Winden getrieben; trotzdem wird es mit einem winzigen Ruder gesteuert, wohin der Steuermann es haben will. Ebenso ist es mit der Zunge: Sie ist nur klein und bringt doch gewaltige Dinge fertig. Denkt daran, wie klein die Flamme sein kann, die einen großen Wald in Brand setzt!“.

Auch hier: kleine Ursache, große Wirkung. Und das sowohl im negativen – als aber auch im positiven Bereich: mit unserem Reden können wir viel Schaden anrichten – aber auch viel Positives bewirken. Ein kleines ermutigendes Wort, ein Lob, ein Zuspruch, kann für das Gegenüber durchaus große Wirkung haben… Wir tun gut daran, mit unseren Worten weise und vorsichtig umzugehen. Häufig hilft schon das Nachdenken, bevor man etwas laut ausspricht. Denn, wer will schon Gefahr laufen, durch seine eigene Dummheit plötzlich im Dunkeln zu stehn?

In meinem Fall mit der Stehlampe musste nur ein Schalter umgelegt und eine neue Glühbirne eingesetzt werden, und alles war in Butter. Wir Menschen ticken da etwas komplexer und häufig braucht es nach einem Schaden, eine Aussprache, ein klärendes Gespräch und eine ernstgemeinte Entschuldigung, um neu „Energie freizusetzen“ und wieder Licht ins Dunkel zu bringen.

Herbst in Heidelberg

Veröffentlicht in 1 mit Tags am 23 Oktober, 2009 von julinez

HEIDELBERG_HERBST2

Hab ich hier schon mal erwähnt, wie genial Heidelberg im Herbst ist?! Das Bild spricht für sich. Auch wenn Heute eher Nebel angesagt ist: Heidelberg im Herbst ist einfach herrlich!

… it rather be something good!

Veröffentlicht in 1 mit Tags am 21 Oktober, 2009 von julinez

Am Samstag hat Marlin über Jesaja 44 gepredigt. Gute Gedanken zum Thema  “Götzendienst“ – was zunächst vielleicht wenig attraktiv klingt, aber super Gedanken beinhaltet hat. Ich für meinen Teil hab kurz zusammengefasst Folgendes mitgenommen: irgendetwas gibt in deinem Leben den Ton an – lass dieses Etwas also das Beste sein, was sich finden lässt.

Soll heissen: Wenn wir uns auch Heute keine Götzenbilder mehr schnitzen, gibt es bei uns trotzdem Dinge, die in unserem Leben den Ton angeben. Dinge von denen wir uns alles Mögliche erhoffen: Erfüllung, Hilfe, Fun, Weisung, Sicherheit… Oder wie Marlin fragte: „Von welchen Dingen in deinem Leben erhoffst du dir a) Sicherheit und lässt dir b) Aufträge erteilen?“.

Gute Frage. Ich schätze, die Frage nach Sicherheit- und Auftraggeber spielt in unserem Leben eine zentrale Rolle. Die eine Frage beantwortet, wohin ich gehe, wenn’s brennt. Die andere, wer angibt, wo’s im Allgemeinen mit meinem Leben hingeht. Sicherheit und Auftrag. Beide haben starken  Einfluss, wie mein Leben verläuft und geprägt wird.

In Jesaja 44ff sagt Gott den Menschen sinngemäß: Hey, lass dich nicht auf schrottiges Zeug ein, was nicht helfen und keine wahre Erfüllung bieten kann. Wende dich an mich! Alles andere ist nur billiger Ersatz, der nichts zu bieten hat. Ich will dich retten und dir geben, was du wirklich brauchst. Du entscheidest, wer oder was, in deinem Leben den Ton angibt.

Daher mein zusammenfassender Gedanke: irgendetwas gibt den Ton in meinem Leben an - it rather be something good!

Frust hausgemacht

Veröffentlicht in 1 mit Tags am 9 Oktober, 2009 von julinez

„Our worst moments result from grabbing for ourselves that which Father has not given us.“

Dieses Zitat aus „So you don’t want to go to church anymore“ (Wayne Jacobsen & Dave Coleman, 2008) spricht mich immer wieder an. Seit ich letztes Jahr dieses Buch gelesen habe, fällt mir dieser Gedanke immer wieder ein wenn ich bei mir selbst oder anderen sehe, wie Frust im Leben entsteht. Ich bin der Überzeugung, dass ein Großteil von Frustration in unserem Leben self-made ist. Dass wir selbst unseren Anteil beitragen zu so mancher schwieriger Erfahrung. Frust hausgemacht – und zwar vom Feinsten.

Sicher gibt es Situationen und Erfahrungen, wo wir leiden, weil andere Menschen sich falsch verhalten haben oder wo einfach aus den Umständen heraus, Leid entsteht. Trotzdem wächst eine gehörige Portion von frustrierenden Erfahrungen und Erlebnissen im Leben, auf dem eigenen Misthaufen. Und das hängt meiner Meinung nach genau mit obenstehendem Zitat zusammen: die schlimmsten Momente im Leben enstehen häufig dann, wenn wir nach etwas greifen, das Gott uns nicht gegeben hat. Wenn wir etwas für uns in Anspruch nehmen, das nicht für uns bestimmt war. Oder in einem Bild gesprochen: wir greifen ins Regal und holen uns etwas, worauf nicht unser Name steht.  Es mag eine bestimmte Aufgabe sein, die verlockend scheint, ein Jobangebot, eine Freundschaft oder Beziehung… – wir ergreifen diese Sache ohne zu checken, ob sie überhaupt mit unserem Namensschild versehen ist. Immerhin: die Sache scheint doch gut auszusehen und überhaupt wissen wir ja selbst am besten, was gut für uns ist. Oder?!

Mindestens zwei Folgen resultieren aus diesem Verhalten: Erstens beanspruchen wir Dinge, die nicht uns, sondern anderen zustehen und Zweitens hindern wir uns selbst, Dinge zu empfangen, die Gott mit unserem Namensschild versehen hat und die darauf warten von uns in Empfang genommen zu werden. So halten wir nicht selten Dinge in Händen, die zurück ins Regal sollten und wundern uns, wenn wir mit der Zeit immer frustrierter werden. Kein Wunder – verpassen wir dadurch doch das Beste, das Gott uns eigentlich geben möchte.

VergissSeinNicht

Veröffentlicht in 1 am 20 September, 2009 von julinez

Hier eine Kombi aus verschiedenen Predigt-/Song-Inputs der letzten Tage.

Gestern haben wir im Gottesdienst das Lied „Lobe den Herrn meine Seele“ von Andrea Adams-Frey gesungen. Die Worte stammen aus Psalm 103, wo es heisst: „Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was Er dir Gutes getan hat.“

An manchen Tagen, da feiert die Seele Sommer. Alles läuft Bestens, die Stimmung ist super. Man könnte Gott und die Welt umarmen. Dann gibt es die Wüstenzeiten der Seele: alles scheint ausgebrannt, man fühlt sich ausgelaugt und aufgebraucht. So ging es  Mose eines Tages in seiner Leitungsaufgabe:  

die Israeliten waren in der Wüste und miese Stimmung machte sich breit, denn es gab kein Fleisch zu essen. Die Leute jammerten Mose damit die Ohren voll und Mose, kurz vor dem Burnout, bittet Gott um Unterstützung. Und Gott verspricht ihm Hilfe – und auch Fleisch. Allerdings gab es da für Mose ein kleines Problem: das Volk Israel zählte damals rund 600.000 Männer (plus Frauen und Kinder). Und Moses natürlich Reaktion war etwa so: „Äh, sorry, Herr, aber so viele Tiere haben wir ja im Leben nicht dabei. Wie soll das funktionieren?!“.

Ich liebe Gottes Reaktion auf Moses Bedenken, die etwas so klang: „Mose, wann ist meine Macht geschrumpft? Wann ist mein Arm zu kurz geworden um zu helfen?“. Oder anders gesagt: “Mose, erinnerst du dich nicht mehr? Erst neulich habe ich das Meer für euch geteilt und ihr seid trockenen Fußes durchgewandert. Dann habe ich  Manna vom Himmel regnen lassen. Ist seither meine Allmacht irgendwie eingeschrumpft? Erinnerst du dich nicht?“.

Ich kann Mose ja so gut verstehen. Die Situation überstieg schlicht seine Energie und Vorstellungskraft. Mose war ausgelaugt und seine Seele hatte die großen Wunder der letzten Tage schon vergessen. Was hilft also bei solchen Gedächtnislücken? Die Antwort finden wir in Psalm 103: „Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was Er dir Gutes getan hat.“ 

In Wüstenzeiten der Seele kann es essentiell sein, die Seele aufzufordern, das Gedächtnis zu aktivieren. Gerade dann, wenn die Seele frustriert und depremiert ist, wirkt es wie ein Medikament, sich an das Gute zu erinnern, das Gott schon getan hat. Unser Geist darf und kann unserer Seele dann sagen: “Vergiss nicht, was Gott schon Gutes in deinem Leben getan hat. Danke ihm dafür. Erinnere dich an seine Macht!“.

(Wen interessiert, wie die Geschichte mit dem Mose, dem Volk und Gottes übernatürlicher Versorgung weiterging, kann das in 4. Mose 11 nachlesen.)

Der Plan für’s Leben

Veröffentlicht in 1 am 13 September, 2009 von julinez

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Wer wünscht ihn sich nicht: den Plan für’s Leben?! Eine Landkarte auf die man – zumindest ab und zu – einen Blick werfen und sich dran orientieren kann? Einen Plan zu haben, der einem wenigstens die grobe Richtung anzeigt? Der erkennen lässt, wenn man sich völlig auf dem Holzweg befindet und wie sich die richtige Route wieder finden lässt?

Gut, je nach Persönlichkeit steht der Eine oder die Andere vielleicht eher auf das Dynamische im Leben, auf Spannung und Abenteuer, und findet den Gedanken einem klaren Plan folgen zu müssen eher langweilig oder erschreckend. Trotzdem kommt der Spruch „Ich hab keinen Plan“ ja nicht von ungefähr. Jeder von uns war wohl schon mal in der Situation, dass er eine Entscheidung zu fällen hatte und sich sehnlichst wünschte, einfach zu WISSEN, wo’s langgeht.

Während ich in den letzten Wochen immer wieder über die Frage „Wie trifft man gute Entscheidungen?“ nachdachte, fiel mir u.a. ein Buch ein, das ich letztes Jahr gelesen hatte: „So you don’t want to go to church anymore“ von Wayne Jacobsen und Dave Coleman. Eins meiner Lieblingszitate dort lautet:

„Jesus didn’t leave us with a system; he left us with a spirit. A guidance instead of a map.“

Jesus lieferte uns nicht den 5-Punkte-Plan zu einem glücklichen, erfolgreichen Leben. Er hinterließ uns nicht eine Lebenslandkarte, der es nur zu folgen gilt und die es uns abnimmt, selbst Entscheidungen zu treffen.  Nein, anstatt einer stupiden Landkarte schickt Gott uns etwas viel Besseres: einen dynamischen Reiseführer.

Irgendwie scheint Gott nicht auf  Pläne und Landkarten zu stehen. Irgendwie ist die Bibel voll davon, dass Gott auf etwas ganz anderes steht, nämlich auf Beziehungen. Gott wünscht sich Beziehung zu uns Menschen. Er will nicht, dass ich stur einer Vorlage folge und Listen abhake. Wer auf so etwas steht, findet sich höchstens in Religion und Tradition wieder. Gott aber will vielmehr: er will gemeinsam mit mir unterwegs sein. Und daher schickt er uns seinen Geist. Einen Reiseführer anstatt einer Landkarte.

Das Leben mit dem Heiligen Geist ist herausfordernd da dynamisch. Ähnlich ging es den Israeliten beim Auszug aus Ägypten: Nachts leitete Gott sie durch eine Feuer-, tagsüber durch eine Wolkensäule. Blieb die Säule stehen, ließ das Volk sich nieder, bewegte sich die Säule, zogen sie weiter. Gott gab Mose und dem Volk Israel keine Landkarte. Er gab ihnen seine Gegenwart.  

Ja, manchmal wünsche ich mir den Plan für mein Leben. Oder zumindest einen Überblick über die nächste Wegstrecke. Aber ich muss gestehen: mich fasziniert Gottes Idee mit seinem Geist als Reiseführer! Mich begeistert der Gedanke, mit Gott unterwegs zu sein – auch wenn es mir manchmal Angst macht oder ich nicht durchsteige. Trotzdem begeistert mich, dass Gott selbst mit mir unterwegs sein will. Und so bin ich jeden Tag herausgefordert, mich neu auf seine Gegenwart und Reiseleitung einzulassen. Dabei drängt sich Gott niemals auf. Vielmehr steht seine Einladung: Willst du Heute mit mir unterwegs sein?

Die Herausforderung in meinem Alltag gute Entscheidungen zu treffen liegt für mich somit immer weniger darin, den Plan fürs Leben zu haben, als vielmehr darin, den richtigen Reiseführer im Leben zu haben – und eng an ihm dran zu bleiben.  

 

  

 

Manager oder Leiter?

Veröffentlicht in 1 am 13 August, 2009 von julinez

Wie trifft man gute Entscheidungen? Unter anderem diese Frage beschäftigt mich dieser Tage wieder einmal, wo ich über Themen wie “Zukunft“, „Leiterschaft“, „Berufung“, „Vision“ in ganz verschiedenen Lebensbereichen nachenke: Studium, berufliche Zukunft, Gemeindemitarbeit, Nebenjob…

Immer wieder tauchen im Leben Fragen auf wie: Wo geht’s weiter? Was ist der nächste Schritt? Gehe ich Links oder Rechts, oder bleibe ich erstmal stehen? Selten ist das Leben ja Schwarz-Weiß und wenn es um Entscheidungen geht, sieht es nicht anders aus: manchmal scheinen alle Optionen verheissungsvoll und interessant und manchmal scheint keine optimal. Dabei ist bekanntlich keine Entscheidung auch eine Entscheidung, denn Konsequenzen folgen nicht nur aus dem Fällen von Entscheidungen, sondern auch aus der Passivitität, die wir manchmal an den Tag legen.

Eine grundlegende Frage, die mir dabei auftaucht, geht auf Ökonom und Pionier der modernen Managementlehre Peter F. Drucker zurück:

„Are we doing things right – or are we doing the right things?“.

Drucker soll gesagt haben: „Management is doing things right, leadership is doing the right things.“ Interessante Aussage, finde ich. Ist es nicht häufig so, dass man sich hier und da verliert, betriebsblind wird und irgendwann feststellt, dass man gar nicht mehr auf der Baustelle arbeitet, wo man eigentlich mal angefangen hatte? Dass man sich mit Aufgaben, Entscheidungen oder Herausforderungen rumschlägt und gar nicht mehr weiß WARUM oder WOZU eigentlich?

Ich frage mich dieser Tage daher: bin ich eine gute Managerin, weil ich meine Aufgaben und Verantwortlichenkeiten gut erledige – oder bin ich auch eine gute Leiterin, weil ich die richtigen Dinge tue? Beides wird ja gebraucht und geht im Idealfall Hand in Hand. Doch, so sehr ich mir wünsche, Dinge richtig zu tun – noch mehr wünsche ich mir, die richtigen Dinge zu tun. Soll heissen: ich möchte nicht IRGENDWAS machen und dabei möglichst gut sein, sondern ich möchte das RICHTIGE tun und dabei Raum für Ausprobieren, gute Fehlerkultur, Lernprozesse und Veränderung haben.

Ich frage mich daher: manage ich ausschließlich, oder leite ich auch? Mache ich nur irgendwelche Dinge möglichst genau und richtig – oder bin ich mit meinem Managen auch auf der richtigen Baustelle unterwegs?

„Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, dem ist kein Wind ein günstiger“. (Platon)

„Als wir das Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengung.“ (Mark Twain)

Gollum, der Schatz und die Tageslosung

Veröffentlicht in 1 am 25 Juli, 2009 von julinez

In der  Tageslosung steht Heute:

„Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.“  (Lukas 6,45) Ein bekannter Spruch – aber was bedeutet er eigentlich? Für mich vor allem das hier:

Unser Herz gleicht einer Schatztruhe. Im Laufe des Lebens sammelt jeder von uns in seiner persönlichen Truhe verschiedene Dinge an: Erfahrungen,  Erinnerungen, Wünsche, Träume, Einstellungen, … große und kleine Dinge. Schönes lagert sich neben Zerbrochenem, Antikes neben Modernem, Robustes neben Zerbrechlichem. Jeder von uns besitzt eine solche Sammlung. Dabei ist diese menschliche Schatztruhe kein statisches Gebilde, sondern in ständiger Dynamik: neue Eindrücke kommen dazu, Anderes wird aussortiert, verschiedene Dinge interagieren miteinander, überlagern sich, Neues entsteht. Dabei gilt: 

Der Inhalt meiner Schatztruhe prägt mich. Er prägt meine Gedanken und Gefühle, mein Erleben, Handeln – und wie die Tageslosung sagt – logischwerweise auch mein Reden. Denn wir kommunizieren entsprechend  den Inhalten unseres Herzens. Das beste Beispiel dafür ist vielleicht der Charakter Gollum aus Tolkiens „Herr der Ringe“: Gollum ist ab einem bestimmten Zeitpunkt von einem Schatz besessen und kann über kaum etwas anderes mehr sprechen. Ein klassischer Fall von „Wes des Herz voll ist, geht der Mund über“.  Unser Schatz prägt unser Erleben und Verhalten.  Die Bibel betont diese Tatsache in Sprüche 4,23:

„Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben.“ (Luther Übersetzung)

Es stimmt also, dass die Inhalte meiner Herz-Truhe mein ganzes Leben prägen. Doch genauso gilt: Ich präge den Inhalt meiner Schatztruhe. Was in meiner Sammlung landet und was nicht, entscheide ich.  Nicht jeder Gedanke, jedes Gefühl, jede Erfahrung oder Einstellung muss automatisch – und schon gar nicht für immer – in meiner Schatztruhe landen! Nicht jedes ungute Gefühl, was auftaucht, muss ich aufsaugen und aufnehmen, nicht jeder negative Gedanke muss Platz in meiner Sammlung finden.

Wir Menschen haben Einfluss auf unser Herz.  Menschen reagieren ganz unterschiedlich auf die Tatsache, dass wir für unser Herz verantwortlich sind. Dass wir Verantwortung tragen für unsere Gedanken und Gefühle. Jje nachdem, ob sie sich als Täter oder Opfer sehen, macht sie diese Aussage eher aggressiv oder depressiv. Gott aber sieht uns weder als Opfer unserer Umstände, noch als Täter, die nicht anders können.

Gott sieht uns als Gestalter. Gott fordert uns in der Bibel immer wieder heraus, Verantwortung zu übernehmen. Er sagt: „Achte auf dein Herz.“ Achte auf deine Gedanken und Gefühle, übernimm Verantwortung dafür. Gott versteht die komplexen Zusammenhänge unseres Herzens, unserer Gedanken, Gefühle, Erfahrungen und Träume. ER hat uns gemacht und will uns helfen. Beim Sammeln für die Schatztruhe - oder auch beim Ausmisten.

Zum Weiterdenken:

  • Was sammelt sich derzeit in meinem Herzen an Gefühlen, Gedanken, Erinnerungen, Träumen…?
  • Welche Grundstimmung prägt meinen Alltag derzeit? Wie hängt diese Grundstimmung mit den Inhalten meiner „Schatztruhe“ zusammen?
  • Wo sehe ich Parallelen zwischen meinen Gedanken, Gefühlen etc.  – und meiner Sprache?
  • Wo gilt es Ungutes loszuwerden?
  • Wo und wie kann ich nach neuen, schönen Dingen für meine Sammlung suchen?
  • Was sagt Gott zu meinen Fragen?

Mein Wunsch

Veröffentlicht in 1 am 21 Juli, 2009 von julinez

Hier ein Song, der mir im Zusammenhang mit meinem Geburtstag besonders wichtig wurde: „Above all else“ von Vickey Beeching. Wunderschöne, simple Melodie und Aussage.

„Jesus, my passion in life is to know You
May all other goals bow down to
This journey of loving You more
Jesus, You’ve showered Your goodness on me
Given Your gifts so freely
But there’s one thing I’m longing for
Hear my heart’s cry And my prayer for this life:
Above all else, give me Yourself.“

Above all else
Above all else
Above all else
Give me Yourself

Savior, the more that I see Your beauty
The more that I glimpse Your glory
My heart is captured by You
Jesus, You are my greatest treasure
Nothing this world can offer
Could ever compare to You
So, hear my heart’s cry
And my prayer for this life: Above all else, give me Yourself.“

Geburtstag ‘09

Veröffentlicht in 1 am 20 Juli, 2009 von julinez

Letztes Wochenende: habe mit etwa 30 Leuten meinen 30. Geburtstag gefeiert! Ein Wochenende mit tollen Leuten, Gesprächen, leckerem Essen, Regenwetter, kurzen Nächten, Tanzen, Lachen, Erinnerungen und vielen guten Wünschen für die Zukunft. Danke an dieser Stelle für all eure Grüße, Besuche, Anrufe, Post, Geschenke, Mithilfe …  Und vielen Dank nach oben an Gott: Danke,  für Freunde & Familie! Danke, für 30 Jahre Segen. Danke, für das Leben!